Hallo, ihr Lieben!

„Es ist das Osterfest alljährlich / für den Hasen sehr beschwerlich“, reimte einst Wilhelm Busch (genau, der Erfinder von Max und Moritz). Spätestens, als am ausgewilderten Weihnachtsbaum meiner Nachbarin plötzlich bunte Plastikeier hingen, wusste ich: Hey, jetzt beginnt die Rushhour im Hasenuniversum. Und wie sieht’s bei euch so aus? Stehen die Schokihasen schon parat? Eierfarben? Deko?

Ich finde Ostern ja richtig schön. An Weihnachten ist nämlich nicht nur mehr Lametta, auch die Latte der Erwartungen liegt höher. Das setzt uns oft unter Perfektionsdruck und erzeugt eine gewisse emotionale Absturzgefahr. Ostern dagegen kommt irgendwie entspannter rüber. Kein Geschenkemarathon, nur ein bisschen herzwärmender Schnickschnack, vielleicht ein ausgedehntes Frühstück mit Familie und Freunden, danach ein Spaziergang (ähem, falls die Wetterfee mitspielt, die ja dieses Jahr eine reichlich launische Diva ist).

Man muss auch gar nicht gläubig sein, um den wahren Ostergedanken zu feiern: Auferstehung. Was das heißt? Nun, wir alle haben Phasen im Leben, in denen es ganz schön knirscht und klemmt. In denen uns alles über den Kopf wächst. Wo wir feststellen müssen: Eigentlich dachten wir, wir wüssten, wie der Hase läuft und dann hoppelt die Realität ganz woanders hin. Das kennt wohl jeder, oder? Doch dann kommt Ostern, der Frühling, Aufbruchsstimmung. Jetzt lautet das Motto: Einfach mal die Tafel wischen, Kopf hoch, Neubeginn.

Ihr wisst ja: In meinen Geschichten müssen die Heldinnen oft gegen Widrigkeiten ankämpfen. Aber das lohnt sich. Denn noch aus den niederschmetterndsten Situationen können wir uns rausackern, am besten übrigens, wenn wir uns Hilfe suchen. Bei der Familie, bei Freunden, vielleicht auch mit professioneller Unterstützung. Und eines Tages schnuppern wir Frühlingsluft: Wir sind wieder da. Könnte man ja mal feiern – mit einem Strauß Tulpen, bunten Eiern, leckerem Essen, im Kreise unserer Lieben.

In diesem Sinne wünsche ich euch richtig schöne Ostertage. Genießt es und feiert das Leben!

Alles Liebe, eure Ellen

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